Risikolebensversicherung ist Pflicht

Unverzichtbare Absicherung für wenig Geld
Wer Hinterbliebene zu versorgen hat oder hohe Kredite absichern muss, für den ist eine Risikolebensversicherung Pflicht. Sie ist bereits für einen geringen Beitrag zu haben und zahlt im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme an die Begünstigten aus. Vielfach reicht es auch nicht aus, allein für den Tod des Hauptverdieners vorzusorgen. Denn stirbt der andere Partner, kann der Überlebende Beruf und Familie oft nur schwer miteinander vereinbaren. Um den Alltag zu meistern, sind Hilfskräfte für Kinderbetreuung und Haushalt nötig. Die kosten aber Geld.
Wer sich den Leistungsumfang der gesetzlichen Rentenversicherung genauer betrachtet, kommt um zusätzliche Vorsorge nicht herum.

Gesetzliche Leistungen
Große Witwen-/Witwerrente
Hinterbliebene erhalten die große Witwenrente bzw. große Witwerrente, wenn sie

  • das 45. Lebensjahr vollendet haben, ab dem Jahr 2012 erhöht sich analog zur Regelaltersrente die für den Bezug der großen Witwen- bzw. Witwerrente maßgebende Altersgrenze. Sie wird bei Todesfällen nach dem 31.12.2011 stufenweise vom 45. auf das 47. Lebensjahr angehoben. Für Todesfälle ab dem Jahr 2029 gilt dann die Altersgrenze von 47 Jahren für die große Witwen- bzw. Witwerrente oder
  • ein waisenrentenberechtigtes Kind, das das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erziehen oder
  • für ein behindertes Kind sorgen oder
  • vermindert erwerbsfähig sind.

Die große Witwen- oder Witwerrente beträgt 55 Prozent der Rente des Verstorbenen. Frauen, gegebenenfalls auch Männer, die Kinder erzogen haben, erhalten für jedes Kind einen monatlichen Zuschlag.

Kleine Witwen-/Witwerrente
Wer die Bedingungen für eine große Witwen-/Witwerrente nicht erfüllt, erhält eine kleine Witwen- bzw. Witwerrente. Die kleine Witwen-/Witwerrente beträgt 25 % der Rente des verstorbenen Partners und wird befristet auf zwei Jahre gezahlt. Eigenes Einkommen wird auf die Rente angerechnet.

Waisenrente
Vollwaisenrente und Halbwaisenrente
Die Halbwaisenrente wird nach dem Tode eines Elternteils, die Vollwaisenrente nach dem Tode beider Elternteile gezahlt, sofern die Verstorbenen die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben.
Halbwaisenrente: Das Kind hat noch einen unterhaltspflichtigen Elternteil.
Vollwaisenrente: Das Kind hat keinen unterhaltspflichtigen Elternteil mehr.

Wie lange werden die Leistungen gezahlt?
Eine Waisenrente wird uneingeschränkt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs des Kindes gezahlt. Über das 18. Lebensjahr hinaus wird die Waisenrente längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahrs gezahlt, wenn das Kind

  • sich in Schul- oder Berufsausbildung befindet oder
  • sich in einer Übergangszeit zwischen zwei Abschnitten (Ausbildung und Studium) befindet oder
  • ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr leistet oder
  • wegen einer Behinderung nicht imstande ist, sich selbst zu unterhalten.

Welche Leistung wird gezahlt:
Die Höhe von Halbwaisen- und Vollwaisenrente errechnet sich anhand des Rentenanspruchs der/des Verstorbenen.
Halbwaisenrente: 10 Prozent der Rente zuzüglich eines Zuschlags, der sich an den rentenrechtlichen Zeiten des Verstorbenen orientiert.
Vollwaisenrente: 20 Prozent der Summe der Renten der beiden Verstorbenen zuzüglich eines Zuschlags, der rentenrechtliche Zeiten beider Elternteile in die Berechnung einfließen lässt.

Mit geringen Monatsbeiträgen einen effektiven Hinterbliebenenschutz.
Die Risikolebensversicherung eignet sich für alle, die nach dem Tod eines Angehörigen erheblichen finanziellen Belastungen ausgesetzt sind. Sei es für die weitere Ausbildung der Kinder, das Eigenheim, das Unternehmen oder einer tragfähigen Existenz. Gibt es in der Familie einen Alleinverdiener, ist eine Risikolebensversicherung für ihn ein absolutes Muss. Sind beide Partner berufstätig, ist beiden eine entsprechende Police dringend empfohlen. Die Auszahlung aus der Versicherung ist einkommenssteuerfrei.

Informationen und Berechnungsmöglichkeiten zu ausgewählten Anbietern mit Bestnoten

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HJM Finanz- und Versicherungsmakler

Hans-Jürgen Müller – beruflicher Werdegang: Steuerfachgehilfe, Bilanzbuchhalter (IHK), Ausbildungslehrgang zum Steuerberater, Fachberater der Finanzdienstleistungen (IHK), Unternehmensberater. Seit 1988 tätig als Finanz- und Versicherungsmakler.

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